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Employer Branding aufbauen

Employer Branding aufbauen

In Zeiten des Fachkräftemangels und eines zunehmend umkämpften Arbeitsmarktes wird ein starkes Employer Branding zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Unternehmen in Deutschland stehen vor der Herausforderung, nicht nur als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen zu überzeugen, sondern auch als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Laut einer Studie des Bundesverbands der Personalmanager geben 78% der Unternehmen an, dass Employer Branding für sie in den letzten drei Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen hat. Doch wie baut man eine authentische und wirksame Arbeitgebermarke auf? Welche Strategien funktionieren nachhaltig? Und wie lässt sich der Erfolg messen? Dieser Artikel gibt Ihnen einen umfassenden Überblick und praktische Tipps, wie Sie Ihr Employer Branding systematisch aufbauen können.

Was ist Employer Branding und warum ist es so wichtig?

Employer Branding bezeichnet alle Maßnahmen, die ein Unternehmen ergreift, um sich als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren – sowohl für bestehende als auch für potenzielle Mitarbeiter. Es geht dabei um weit mehr als nur um Recruiting-Kampagnen oder Stellenanzeigen. Eine durchdachte Arbeitgebermarke kommuniziert die Werte, die Unternehmenskultur und das Arbeitsumfeld authentisch nach außen und innen.

Die Bedeutung eines strategischen Employer Brandings wird durch aktuelle Zahlen unterstrichen: Nach einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bleiben in Deutschland durchschnittlich 1,2 Millionen Stellen unbesetzt – Tendenz steigend. Gleichzeitig zeigt eine Studie von StepStone, dass 67% der Fachkräfte ein Unternehmen mit schlechtem Arbeitgeberimage von vornherein bei der Jobsuche ausschließen – selbst wenn die Vergütung überdurchschnittlich wäre.

Prof. Dr. Jutta Rump vom Institut für Beschäftigung und Employability (IBE) bringt es auf den Punkt: "Employer Branding ist keine Marketingmaßnahme, sondern eine strategische Notwendigkeit. Unternehmen, die hier nicht investieren, werden im Wettbewerb um die besten Talente langfristig das Nachsehen haben."

Die Grundlagen: Employer Branding-Strategie entwickeln

Bevor Sie in konkrete Maßnahmen investieren, sollten Sie eine fundierte Strategie entwickeln. Diese beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme. Analysieren Sie zunächst, wie Ihr Unternehmen aktuell als Arbeitgeber wahrgenommen wird – sowohl intern als auch extern. Mitarbeiterbefragungen, Exit-Interviews und die Auswertung von Bewerbungsgesprächen liefern wertvolle Erkenntnisse.

Definieren Sie anschließend Ihre Employer Value Proposition (EVP) – das Wertversprechen, das Sie als Arbeitgeber abgeben. Die EVP sollte authentisch, differenzierend und relevant sein. Sie beantwortet die Frage: Warum sollte ein Talent bei Ihnen arbeiten wollen und nicht bei der Konkurrenz?

Ein gelungenes Beispiel aus der Praxis liefert das Münchner Technologieunternehmen Celonis. Statt auf austauschbare Floskeln zu setzen, definierte das Unternehmen seine EVP entlang der tatsächlichen Stärken: flache Hierarchien, internationale Entwicklungsmöglichkeiten und die Chance, an disruptiven Technologien zu arbeiten. Diese Positionierung spiegelt sich konsequent in allen Kommunikationskanälen wider.

Wichtig ist auch die Abstimmung der Employer Branding-Strategie mit der Unternehmensstrategie. "Ein glaubwürdiges Employer Branding kann nur funktionieren, wenn es im Einklang mit der Unternehmensidentität steht", erklärt Karriereexpertin Svenja Hofert. "Sonst entsteht ein Bruch zwischen Versprechen und Realität, der schnell zu Frustration und hoher Fluktuation führt."

Interne Maßnahmen: Mitarbeiter zu Markenbotschaftern machen

Erfolgreiches Employer Branding beginnt immer im Unternehmen selbst. Ihre bestehenden Mitarbeiter sind die wichtigsten Botschafter Ihrer Arbeitgebermarke. Laut einer Randstad-Studie vertrauen 84% der Jobsuchenden den Aussagen von aktuellen oder ehemaligen Mitarbeitern mehr als offiziellen Unternehmensaussagen.

Investieren Sie daher in eine positive Employee Experience. Dazu gehören faire Vergütung und attraktive Benefits, aber auch weiche Faktoren wie Führungskultur, Entwicklungsmöglichkeiten und Arbeitsatmosphäre. Die Drogeriemarktkette dm macht vor, wie das geht: Das Unternehmen setzt auf dialogorientierte Führung, umfassende Weiterbildungsprogramme und flexible Arbeitszeitmodelle – und wird regelmäßig als einer der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands ausgezeichnet.

Ein wirksames Instrument ist auch ein strukturiertes Employee Advocacy Programm. Dabei werden Mitarbeiter ermutigt und befähigt, als authentische Markenbotschafter aufzutreten – sei es in sozialen Medien, auf Karrieremessen oder bei Hochschulveranstaltungen. Der Automobilzulieferer Bosch beispielsweise hat mit seinem "Bosch Ambassador Program" ein erfolgreiches Format etabliert, bei dem ausgewählte Mitarbeiter Einblicke in ihren Arbeitsalltag geben.

Transparente interne Kommunikation ist ebenfalls entscheidend. Informieren Sie Ihre Belegschaft regelmäßig über Unternehmensentwicklungen, Erfolge und auch Herausforderungen. Nur wer sich als Teil des Ganzen fühlt, wird zum überzeugten Botschafter. Die Technologiefirma SAP setzt hier auf innovative Formate wie interne Podcasts, Town Hall Meetings und eine offene Feedback-Kultur.

Praxisbeispiel: Mitarbeiter-Testimonials bei Siemens

Der Technologiekonzern Siemens hat mit seiner "Meet Our People"-Kampagne ein besonders authentisches Format geschaffen. Statt inszenierter Hochglanzporträts zeigt das Unternehmen echte Mitarbeiter in ihrem tatsächlichen Arbeitsumfeld und lässt sie in kurzen Videos von ihren persönlichen Erfahrungen berichten. Die Testimonials werden auf der Karrierewebsite, in sozialen Medien und bei Recruiting-Events eingesetzt und erzeugen eine hohe Glaubwürdigkeit.

Externe Kommunikation: Die Arbeitgebermarke sichtbar machen

Nach der internen Verankerung folgt die externe Kommunikation Ihrer Arbeitgebermarke. Hier gilt es, die richtigen Kanäle und Formate zu wählen, um Ihre Zielgruppen zu erreichen. Eine aktuelle Studie von Monster zeigt, dass 75% der Jobsuchenden in Deutschland sich vor einer Bewerbung intensiv über potenzielle Arbeitgeber informieren – über verschiedenste Kanäle.

Die Karrierewebsite bildet das Herzstück Ihrer externen Employer Branding-Kommunikation. Sie sollte nicht nur aktuelle Stellenangebote präsentieren, sondern auch Einblicke in die Unternehmenskultur, Entwicklungsmöglichkeiten und Benefits geben. Die Technologiefirma Personio beispielsweise bietet auf ihrer Karriereseite virtuelle Office-Touren, ausführliche Team-Porträts und Erfahrungsberichte von Mitarbeitern.

Social Media-Kanäle eignen sich hervorragend, um authentische Einblicke zu vermitteln. Besonders Instagram, LinkedIn und YouTube werden von Jobsuchenden intensiv genutzt. Der Sportartikelhersteller Adidas nutzt Instagram-Stories für "A Day in the Life"-Formate, bei denen Mitarbeiter durch ihren Arbeitsalltag führen. Auf LinkedIn teilt das Unternehmen regelmäßig Erfolgsgeschichten und Karrierewege von Mitarbeitern.

Arbeitgeberbewertungsplattformen wie kununu oder Glassdoor sollten Sie aktiv managen. Laut einer Studie von Indeed lesen 83% der Jobsuchenden Arbeitgeberbewertungen, bevor sie sich bewerben. Reagieren Sie auf Bewertungen – auch auf kritische – und nutzen Sie das Feedback zur kontinuierlichen Verbesserung. Das Technologieunternehmen CHECK24 beispielsweise hat ein dediziertes Team, das Bewertungen analysiert und daraus konkrete Maßnahmen ableitet.

Content-Strategie für überzeugendes Employer Branding

Eine durchdachte Content-Strategie ist entscheidend für wirksames Employer Branding. Entwickeln Sie Inhalte, die Ihre Zielgruppe wirklich interessieren und einen Mehrwert bieten. Der Automobilhersteller BMW setzt beispielsweise auf eine Mischung aus Fachartikeln zu Zukunftstechnologien, Porträts von Entwicklungsteams und Einblicken in Innovationsprozesse.

Storytelling ist dabei ein besonders wirksames Instrument. Erzählen Sie die Geschichten Ihrer Mitarbeiter, Ihrer Projekte und Ihrer Unternehmenskultur. Die Deutsche Bahn hat mit ihrer Kampagne "Kein Job wie jeder andere" eindrucksvoll gezeigt, wie man durch persönliche Geschichten emotionale Verbindungen schafft und gleichzeitig Vorurteile abbaut.

Achten Sie bei allen Inhalten auf Authentizität. Übertriebene Versprechen oder geschönte Darstellungen werden schnell durchschaut und schaden Ihrer Glaubwürdigkeit. Der Lebensmittelhändler REWE zeigt in seiner Employer Branding-Kommunikation auch die Herausforderungen des Einzelhandels – und gewinnt dadurch an Glaubwürdigkeit.

Employer Branding für verschiedene Zielgruppen

Eine One-Size-Fits-All-Strategie funktioniert beim Employer Branding nicht. Verschiedene Zielgruppen haben unterschiedliche Bedürfnisse und Erwartungen an einen Arbeitgeber. Eine differenzierte Ansprache ist daher unerlässlich.

Für die Generation Z, die jetzt in den Arbeitsmarkt eintritt, stehen laut einer Studie der Universität St. Gallen Faktoren wie Work-Life-Balance, Sinnhaftigkeit der Arbeit und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten im Vordergrund. Das IT-Unternehmen SAP adressiert diese Bedürfnisse gezielt mit seinem "Early Talent Program", das neben fachlicher Entwicklung auch soziale Verantwortung und flexible Arbeitsmodelle betont.

Erfahrene Fachkräfte legen dagegen oft Wert auf langfristige Perspektiven, Führungsverantwortung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Der Chemiekonzern BASF hat für diese Zielgruppe spezifische Programme entwickelt, die etwa Sabbaticals, Teilzeitmodelle für Führungskräfte und internationale Entwicklungspfade umfassen.

Auch regionale Unterschiede sollten berücksichtigt werden. In strukturschwachen Regionen können Aspekte wie Arbeitsplatzsicherheit und regionales Engagement wichtiger sein als in Ballungszentren. Der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen betont in seiner Kommunikation für den ländlichen Raum bewusst die Verbindung von internationaler Ausrichtung und regionaler Verwurzelung.

Diversity & Inclusion als Erfolgsfaktor

Ein zeitgemäßes Employer Branding berücksichtigt auch Diversity & Inclusion. Unternehmen, die Vielfalt fördern, sind nicht nur gesellschaftlich verantwortungsbewusst, sondern auch wirtschaftlich erfolgreicher. Eine McKinsey-Studie belegt, dass Unternehmen mit überdurchschnittlicher Diversität eine um 25% höhere Wahrscheinlichkeit haben, überdurchschnittlich profitabel zu sein.

Der Konsumgüterhersteller Henkel hat Diversity & Inclusion fest in seiner Employer Branding-Strategie verankert. Das Unternehmen setzt auf gemischte Teams in Alter, Geschlecht und kulturellem Hintergrund und kommuniziert diese Vielfalt aktiv nach außen – etwa durch Porträts verschiedenster Mitarbeiter in allen Kommunikationskanälen.

Achten Sie darauf, dass Ihre Diversity-Bemühungen authentisch sind und nicht als oberflächliches "Diversity-Washing" wahrgenommen werden. Die Telekom hat beispielsweise konkrete Ziele für den Frauenanteil in Führungspositionen definiert und berichtet transparent über die Fortschritte – ein Ansatz, der Glaubwürdigkeit schafft.

Erfolgsmessung und Optimierung des Employer Brandings

Wie bei allen strategischen Maßnahmen ist auch beim Employer Branding eine systematische Erfolgsmessung unerlässlich. Nur so können Sie feststellen, ob Ihre Investitionen die gewünschten Ergebnisse bringen und wo Optimierungsbedarf besteht.

Definieren Sie zunächst klare KPIs (Key Performance Indicators), die zu Ihren Zielen passen. Für die Attraktivität als Arbeitgeber können dies Kennzahlen wie Bewerbungen pro Stelle, Qualität der Bewerbungen oder Conversion Rates im Recruiting-Prozess sein. Für die Mitarbeiterbindung eignen sich Fluktuationsrate, Mitarbeiterzufriedenheit oder interne Weiterempfehlungsquoten.

Nutzen Sie regelmäßige Mitarbeiterbefragungen, um die interne Wahrnehmung zu messen. Der Softwarekonzern Microsoft führt beispielsweise quartalsweise Pulse-Checks durch, die neben der allgemeinen Zufriedenheit auch die Identifikation mit den Unternehmenswerten und die Weiterempfehlungsbereitschaft erfassen.

Für die externe Wahrnehmung bieten Arbeitgeberbewertungsplattformen wertvolle Daten. Verfolgen Sie die Entwicklung Ihrer Bewertungen im Zeitverlauf und im Vergleich zum Wettbewerb. Das Beratungsunternehmen PwC analysiert systematisch die Kommentare auf kununu und Glassdoor, um Stärken und Schwächen aus Bewerbersicht zu identifizieren.

Social Media Analytics liefern Erkenntnisse zur Reichweite und zum Engagement mit Ihren Employer Branding-Inhalten. Die Drogeriemarktkette Rossmann nutzt diese Daten, um kontinuierlich zu lernen, welche Themen und Formate bei potenziellen Bewerbern besonders gut ankommen.

Employer Branding ROI berechnen

Um den Return on Investment Ihres Employer Brandings zu ermitteln, sollten Sie sowohl direkte als auch indirekte Effekte berücksichtigen. Zu den direkten Effekten zählen etwa sinkende Recruiting-Kosten durch mehr Initiativbewerbungen oder kürzere Besetzungszeiten. Indirekte Effekte umfassen geringere Fluktuationskosten oder höhere Produktivität durch engagiertere Mitarbeiter.

Der Technologiekonzern Siemens hat ein umfassendes Kennzahlensystem entwickelt, das die Wirkung des Employer Brandings auf verschiedenen Ebenen misst – von der Bekanntheit als Arbeitgeber über die Qualität der Bewerbungen bis hin zur Mitarbeiterbindung. So lässt sich der Beitrag zum Unternehmenserfolg konkret beziffern.

Häufige Fehler beim Aufbau eines Employer Brandings vermeiden

Beim Aufbau eines Employer Brandings lauern einige typische Fallstricke, die Sie kennen und vermeiden sollten. Der häufigste Fehler ist mangelnde Authentizität. Wenn das kommunizierte Arbeitgeberimage nicht mit der Realität übereinstimmt, führt dies unweigerlich zu Enttäuschung und schadet dem Unternehmensruf nachhaltig.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die fehlende Abstimmung zwischen HR und Marketing. Nur wenn beide Bereiche eng zusammenarbeiten, entsteht ein konsistentes Bild. Der Einzelhändler Aldi Süd hat deshalb ein interdisziplinäres Employer Branding-Team geschaffen, in dem Experten aus HR, Marketing und Kommunikation gemeinsam die Strategie entwickeln und umsetzen.

Auch die Vernachlässigung des internen Employer Brandings ist problematisch. "Viele Unternehmen investieren viel Geld in externe Kampagnen, vergessen aber, ihre eigenen Mitarbeiter mitzunehmen", warnt HR-Expertin Robindro Ullah. "Dabei sind zufriedene Mitarbeiter die glaubwürdigsten Botschafter."

Zu kurzer Atem ist ebenfalls ein häufiges Problem. Employer Branding ist keine kurzfristige Kampagne, sondern ein langfristiger Prozess. Der Versicherungskonzern Allianz verfolgt seine Employer Branding-Strategie konsequent seit über zehn Jahren – und erntet heute die Früchte in Form einer starken Positionierung als attraktiver Arbeitgeber.

Fazit: Employer Branding als strategische Investition in die Zukunft

Ein systematisch aufgebautes Employer Branding ist in Zeiten des Fachkräftemangels kein Luxus, sondern eine strategische Notwendigkeit. Unternehmen in Deutschland, die ihre Arbeitgebermarke vernachlässigen, werden im Wettbewerb um die besten Talente zunehmend das Nachsehen haben.

Der Aufbau eines wirksamen Employer Brandings erfordert einen ganzheitlichen Ansatz: Es beginnt mit einer ehrlichen Bestandsaufnahme und der Definition einer authentischen Employer Value Proposition. Interne Maßnahmen sorgen dafür, dass Mitarbeiter zu überzeugten Markenbotschaftern werden. Die externe Kommunikation macht die Arbeitgebermarke für relevante Zielgruppen sichtbar. Und eine systematische Erfolgsmessung ermöglicht kontinuierliche Optimierung.

Entscheidend ist dabei stets die Authentizität. Nur wenn das kommunizierte Arbeitgeberimage mit der tatsächlich gelebten Unternehmenskultur übereinstimmt, entsteht nachhaltiger Erfolg. Wie Arbeitgebermarkenexperte Wolf Reiner Kriegler treffend formuliert: "Employer Branding ist keine Kosmetik, sondern Charakterarbeit."

Investieren Sie daher in ein durchdachtes Employer Branding – es wird sich auszahlen, durch geringere Recruiting-Kosten, kürzere Besetzungszeiten, höhere Mitarbeiterbindung und letztlich auch durch bessere Geschäftsergebnisse. In einer Zeit, in der der Erfolg eines Unternehmens maßgeblich von seinen Mitarbeitern abhängt, ist eine starke Arbeitgebermarke ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

FAQ zum Aufbau eines Employer Brandings

Wie lange dauert es, bis Employer Branding-Maßnahmen Wirkung zeigen?

Employer Branding ist ein Marathon, kein Sprint. Erste Effekte, etwa eine höhere Engagement-Rate in sozialen Medien oder mehr Besucher auf der Karrierewebsite, können bereits nach wenigen Monaten sichtbar werden. Für nachhaltige Veränderungen in der Arbeitgeberwahrnehmung, mehr qualifizierte Bewerbungen oder eine messbar höhere Mitarbeiterbindung sollten Sie jedoch mit einem Zeithorizont von 1-3 Jahren rechnen. Entscheidend ist die Kontinuität der Maßnahmen.

Welches Budget sollte für Employer Branding eingeplant werden?

Die Budgetfrage lässt sich nicht pauschal beantworten, da sie stark von Unternehmensgröße, Branche und Ausgangssituation abhängt. Als Orientierung: Laut einer Studie des Deutschen Employer Branding Monitors investieren mittelständische Unternehmen in Deutschland durchschnittlich 2-5% ihres HR-Budgets in Employer Branding-Maßnahmen. Großunternehmen liegen oft bei 5-10%. Wichtiger als die absolute Höhe ist jedoch die strategische Ausrichtung der Investitionen.

Sollten wir Employer Branding intern umsetzen oder externe Unterstützung hinzuziehen?

Eine Kombination aus internen Ressourcen und externer Expertise hat sich in der Praxis bewährt. Interne Teams kennen die Unternehmenskultur und -werte aus erster Hand. Externe Berater bringen hingegen einen objektiven Blick von außen, Branchenerfahrung und spezialisiertes Know-how ein. Besonders in der Analysephase, bei der Entwicklung der Employer Value Proposition und bei der kreativen Umsetzung kann externe Unterstützung wertvoll sein. Die kontinuierliche Pflege sollte jedoch intern verankert sein. Mehr Informationen zu professioneller Unterstützung finden Sie unter https://www.social-recruiting-agentur.de/leistungen/employer-branding.

Wie unterscheidet sich Employer Branding für kleine und mittelständische Unternehmen von dem für Konzerne?

KMUs haben gegenüber Konzernen oft ein geringeres Budget, aber dafür andere Stärken, die sie im Employer Branding ausspielen können: flachere Hierarchien, schnellere Entscheidungswege, mehr Gestaltungsspielraum für den Einzelnen und eine familiärere Atmosphäre. Während Konzerne oft auf reichweitenstarke Kampagnen setzen, ist für KMUs ein fokussierter Ansatz sinnvoller – etwa die Konzentration auf regionale Präsenz, Netzwerke und persönliche Kontakte. Auch digitale Kanäle bieten KMUs die Chance, mit kreativen Inhalten und authentischen Einblicken zu punkten, ohne große Budgets zu benötigen.

Wie integrieren wir Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung in unser Employer Branding?

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung gewinnen als Faktoren bei der Arbeitgeberwahl zunehmend an Bedeutung – besonders für jüngere Generationen. Entscheidend ist dabei die Authentizität: Kommunizieren Sie nur Maßnahmen, die tatsächlich umgesetzt werden. Integrieren Sie Nachhaltigkeitsthemen organisch in Ihre Employer Branding-Kommunikation, etwa durch Berichte über konkrete Projekte, Mitarbeiterinitiativen oder Erfolge im Bereich Nachhaltigkeit. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter aktiv ein, indem Sie ihnen Möglichkeiten geben, sich für soziale oder ökologische Projekte zu engagieren – und diese Erfahrungen zu teilen. Weitere Tipps zur Integration von Nachhaltigkeitsthemen finden Sie unter https://www.social-recruiting-agentur.de/blog/nachhaltigkeit-im-recruiting.